11
Aug
2010

Mobilfunk: Viele Menschen haben Gesundheitsbefürchtungen

HLV Info 056

11.08.2010

ElektrosmogReport
16. Jahrgang/Nr. 8

August 2010-08-11

Auszug:

Umfrage zu Mobilfunk

Viele Menschen haben Gesundheitsbefürchtungen

Eine Folgestudie der vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in 2003 in Auftrag gegebenen Studie über die Befürchtungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Mobilfunk hat nun ähnliche Ergebnisse erbracht. Die neue Untersuchung heißt ?Umfrageergebnis zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks. Ermittlung der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der ho0chfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks (Umfrage 2009)?.

?Etwa 30% der Befragten sind im Hinblick auf hochfrequente elektromagnetische Felder des Mobilfunks besorgt und etwa 9% fühlen sich gesundheitlich beeinträchtigt. Bei den schnurlosen Telefonen nahm die Besorgnis von durchschnittlich 15% in der früheren Befragung auf 17% in der neuen Befragung zu. Als Ursache für Gesundheitsbeeinträchtigungen wurden am häufigsten Mobilfunk-Sendeanalgen, Handys, Schnurlostelefone und Hochspannungsleitungen genannt. In Bezug auf Kinder wird in erster Linie das Handy als problematisch angesehen. Bei den Symptomen werden Kopfschmerzen und Schlafstörungen am häufigsten als gesundheitliche Beeinträchtigung angegeben, und die Befürchtungen richten sich auf Krebs, Kopfschmerzen /Migräne und Schlafstörungen. In der Bevölkerung herrscht eine gewisse Skepsis bezüglich der Gesundheit gegenüber neuer Technik, die nicht unreflektiert übernommen wird?

?In der neuen Umfrage wird deutlich, dass die Bevölkerung sich etwas stärker als in den vorangegangenen Jahren mit dem Thema elektromagnetische Felder auseinandersetzt. Die Zahl stieg von etwa 40% auf 44% an. 33% der Befragten möchten weitere Informationen zum Thema elektromagnetische Felder bekommen, besonders im Hinblick auf gesundheitliche Risiken wie eine 2009 erstmals gestellte Frage zeigte?

?Als Fazit stellen die Autoren fest: ?Die Befragungsreihe (2003 bis 2006 und 2009) zur Wahrnehmung des Mobilfunks in der Bevölkerung zeigt eine hohe Konstanz über sämtliche Befragungsinhalte hinweg?. Das Thema Mobilfunk hat eine ?stabile Relevanz??

?Diese Ergebnisse will das BfS als ?wichtige Grundlage für die Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit und zu weiteren Aktivitäten im Rahmen der Risikokommunikation? verarbeiten. Sie liefern ?Erkenntnisse über die Bedeutung des Themas Mobilfunk in der Gesellschaft, insbesondere über zentrale Rahmenparameter der Mobilfunknutzung und -wahrnehmung in der deutschen Bevölkerung??

Quelle: Aktuelle EMF-Forschung des Bundesamtes für Strahlenschutz;
www.emf-forschungsprogramm.de/akt_emf_forschung.html


Tinnitus durch Mobilfunk

Da es bereits den Verdacht gab, dass Mobilfunkstrahlung an der Entstehung von Tinnitus beteiligt sein könnte, es aber noch keine systematischen Untersuchungen dazu gibt, wurde dies an der Medizinischen Universität Wien jetzt an 100 Patienten in einer Fall-Kontroll-Studie untersucht. Die Daten über die Dauer des Mobiltelefongebrauchs wurden der INTERPHONE-STUDIE entnommen. Nach diesen Daten ist das Risiko, einen Tinnitus zu entwickeln, signifikant erhöht bei starkem Gebrauch des Mobiltelefons über mehr als 4 Jahre. Als Fazit schreiben die Forscher, das Mobilfunk ein potenzieller Risikofaktor für Tinnitus ist und in Zukunft in die weitere Forschung einbezogen werden sollte.

Quelle: Hutter HP, Moshammer H, Wallner P, Cartellieri M, Denk-Linnert DM, Katzinger M, Ehrenberger K, Kundi M (2010)

Tinnitus and mobile phone use.
Occupational and Environmental Medicine, doi: 10.1136/oem.2009.048116


Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Hirntumoren und der Anzahl der Mobilfunkverträge

Eine klinische Studie von Mitarbeitern der Mount Sinai School of Medicine in New York untersuchte den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Hirntumoren und der Anzahl der Mobilfunkverträge in den USA. In den Jahren 2002-2004 wurden Daten über primäre Hirmtumoren und 2007 von Mobilfunkverträgen in 19 Staaten erhoben und ausgewertet. Es wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Anzahl der Mobilfunkverträge und Hirntumoren gefunden. Die Autoren diskutieren ihre Ergebnisse auf der Basis wissenschaftlicher Ergebnisse, die zeigten dass durch Mobilfunkstrahlung die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöht und die Bildung von freien Radikalen verstärkt wird.

Eine Schwäche ihrer Studie geben die Autoren an: dass die Tumorart nicht differenziert wurde. Eine Bestätigung der Ergebnisse könnte sich ergeben, wenn bei jedem Staat einzeln ähnliche Relationen herauskämen. Bis weitere Ergebnisse vorliegen, sollten klugerweise alle Strahlungsquellen auf ein Minimum reduziert werden, empfehlen die Autoren.


Quelle: Lehrer S, Green S, Stock RG (2010):

Association between number of cell phone contracts and brain tumor incidence in nineteen U.S. States. Journal of Neuro-Oncology DOI 10.1007/s11060-010-0280-z


Prof. Mosgoeller tritt öffentlich Gerüchten entgegen

Ein von Prof.A. Lerchl im IZgMF (einem Forum mit zweifelhaften Ruf, die Red.) veröffentlichter Text hatte zum Inhalt, das angeblich Geld, das von der EU für die REFLEX-Studie gezahlt worden war, von der Medizinischen Universität Wien zurückgezahlt werden mußte. Hier der Wortlaut einer Erwiderung von Prof. W. Mosgoeller (tätig am Institut für Krebsforschung der Universität Wien, die Red.):

?Prof. W. Mosgoeller (ehem. EU-Projekt-Koordinator) erklärt öffentlich: Im Internet kursieren seit Mai Gerüchte um einen angeblichen ?amtlichen? Brief von der Europäischen Kommission. Der Vorsitzende des SSK Ausschusses für ?Nichtionisierende Strahlen? Alexander Lerchl, der sich seit drei Jahren vergeblich in der Inszenierung eines Forschungsskandals übt, streut Gerüchte um seine Vorstellung nochmals auf die Bühne zu zerren. Die Gerüchte sind nicht nur unbelegt, sie sind mehrfach unglaubwürdig. Warum gibt es keine authentische Brief-Kopie, und kein konkretes Amt? Was gibt es durch auszugsweises Zitieren zu verbergen? Hat man selber EU-Projekte gemacht, so ist es klar, dass diese Gerüchte nichts mit der Wahrheit zu tun haben können. Es gab in Brüssel keinen transparenten Vorgang, der in eine derartige amtliche Mitteilung münden hätte können. Schon darum ist die Sache unglaubwürdig. Der Brief ? so er existiert ? ist sicher nicht ?amtlich?, und falls der Brief existiert wollen wir diesen komplett sehen; wie beim Poker-Spiel wo der Bluffer die Karten auf den Tisch legen muss. Die hier geübte Vorgehensweise ist abwegig, sie zerstört das öffentliche Vertrauen in den deutschen Strahlenschutz.

Wilhelm Mosgoeller

Quelle: www.diagnose-funk.de

Korrektur: Versehentlich wurde der Text bezüglich der verantwortlichen Redaktion bei der HLV Info 056 irrtümlich geändert. Der HLV hat die Red. Bezeichnung wie im Original der Info des ElektrosmogReports korrekt übernommen. Der ganze Vorgang war ein bedauerliches Mißverständnis.



IZgMF: Niederlage vor Gericht

Die Kompetenzinitiative berichtete am 12. Juli 2010 über den Ausgang einer gerichtlichen Auseinandersetzung, in der es um den Fälschungsvorwurf, vergleichbar einem eklatanten Fall in Korea, ging. Das Gericht hat die Klage von S. Schall (IZgMF) abgewiesen und der Widerklage von Herrn Prof. Adlkofer stattgegeben. Bei der Kompetenzinitiative wird festgestellt, dass über den gerichtlichen Erfolg hinaus weiter reichende Erfolge damit verbunden sind. Zitat:

1. ?Er (der gerichtliche Vorgang, d. Red.) betrifft die grundsätzliche frage, wo die Grenze zwischen vermeintlicher Meinungsfreiheit und unzulässiger Diffamierung verläuft.

2. Er betrifft auch die grundsätzliche Frage, ob sich Prof. Lerchl, Vorsitzender des Ausschusses für nichtionisierender Strahlung in der Strahlenschutzkommission, mit den richtigen Helfern umgeben hat, wenn er Schall wie Wölfle (der Betreiber einer Internetseite, die Red.) zu zwei seiner zuverlässigsten Helfer gemacht hat. Und zu fragen ist in diesem Zusammenhang auch, ob das IZgMF-Forum ein geeigneter Ort für die Verlautbarungen eines führenden Strahlenschützers ist.

3. Schließlich geht es ? über Diffamierungen durch das IZgMF-Forum hinaus ? um die allgemeine Frage, ob man Fälschungsbehauptungen öffentlich verbreiten darf, die ein damit befasster Rat für Wissenschaftsethik der Medizinischen Universität Wien bereits im juli 2008 zurückgewiesen hat und die auch von Fortgang der Forschung widerlegt worden sind.?

Über die Begründung des Gerichts und weitere Informationen wird die Kompetenzinitiative weiter berfichten, kündigt sie an.

Quelle: www.kompetenzinitiative.net



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