Betreff: Kompetenzinitiative: Gesundheit ist keine Handelsware
Von: Alfred Tittmann
Datum: Sun, 13 May 2007 23:43:03 +0200


www.kompetenzinitiative.de 

 

Gründungserklärung der


 Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie

 

Gesundheit ist keine Handelsware

Versteigerungen von Frequenzen für Kommunikationsfunktechniken, deren Risiken noch unzureichend erforscht sind, scheinen zur politischen Regel zu werden. Die Rot-grüne Bundesregierung hatte ihren Haushalt mit den UMTS-Milliarden aufgebessert. Unter der gegenwärtigen Großen Koalition wurden im Dezember 2006 die WiMAX-Frequenzen versteigert. Für 2008 ist die zweite Versteigerung von UMTS-Lizenzen angekündigt.

Versteigert wird bei solchen Geschäften nach dem Stand einer industrieunabhängigen Forschung aber auch die Gesundheit der Bevölkerung. Im Fall der WiMAX-Technik haben zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler dagegen protestiert. Drei Monate später liegt ihnen eine Antwort aus dem Bundesumweltministerium vor, die sich auf das dürftigste aller Argumente der Mobilfunkpolitik zurückzieht: Nachweise von Schädigungen unterhalb geltender Grenzwerte gebe es nicht. (Dr. A. Böttger in Briefen an Prof. R. Frentzel-Beyme, Prof. K. Richter und Dr. St. Spaarmann, März 2007). Angesichts der Fülle von Schädigungshinweisen und -nachweisen aus sieben Jahrzehnten internationaler Hochfrequenzforschung darf man fragen, wie viel an chronischen Erkrankungen, an Gentoxität und Umweltschäden dokumentiert sein muss, um die selektive Wahrnehmung heutiger Regierungen zu erschüttern.

Von der WHO-Ebene bis hinunter zum Verbraucher- und Umweltschutz der Länder liegt inzwischen ein erdrückendes Beweis- und Indizienmaterial vor, das zeigt, wie weit das Profitinteresse großer Konzerne wirksame Schutzmaßnahmen behindert. Auch im Beispielfall des Mobilfunks sorgt der hohe Anteil industrieseitiger Finanzierung für einen entsprechend großen Einfluß auf die Risikobewertung der Produkte. Die Industrie hat sich die Mitbestimmung der Projektvergabe selbst dort gesichert, wo der Staat finanziert (so Prof. R. Frentzel-Beyme in öffentlichen Stellungnahmen). Unabhängige Forscher wie Prof. P. Semm, Prof. F. Adlkofer, Prof. G. Hyland, Dr. L. von Klitzing und Dr. G. Carlo verlieren ihre Forschungsaufträge, wo sie auf schwere Gesundheitsschäden hinweisen. Der Staat ist in die Geschäfte der Industrie verstrickt, die zu durchleuchten und zu kontrollieren seine gesetzliche Aufgabe wäre. Der gesetzliche Vorsorgeauftrag wird ignoriert, die Frage der Folgekosten für den Sozialstaat tabuisiert.

Die in allem beobachtbaren Defizite an demokratischer und ethischer Kultur haben die Gründung der nachfolgend erläuterten Kompetenzinitiative motiviert. Als interdisziplinäre Vereinigung von Ärzten, Wissenschaftlern und Technikern will sie beitragen, dass die Ergebnisse unabhängiger Forschung und die Schutzrechte der Bürger wieder zur Kenntnis genommen werden.

I.  Mobilfunk - Exempel eines unverantwortlichen Umgangs mit Mensch und Umwelt

Die kaum mehr kontrollierbaren Wucherungen von Techniken schnurloser Kommunikation haben unseren Wohngebieten Zigtausende neuer Antennen beschert. Eine angebliche Kultur der Kommunikation ist für immer mehr Menschen zum Inbegriff eines kommunikationslosen und kulturarmen Konsumzwangs und eines unverantwortlichen Umgangs mit Wahrheit, Mensch und Umwelt geworden:

1.       Die Ausbreitung der Techniken orientiert sich an einer wirtschaftspolitisch genehmen Forschung, die überwiegend von der Industrie finanziert wird. Regierungen setzen die Entsorgung der vollen Wahrheit fort, wenn sie die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung in die Hände verharmlosender Gremien und Berater legen.

2.       W-LAN in Schulen und Krankenhäusern, Begünstigung der schnurlosen DECT-Telefone gegenüber den strahlungsärmeren Schnurlostelefonen nach dem CT1+ Standard, staatliche Werbung für Musterländer des Mobilfunks und der Schnurlosigkeit, Freilandversuche an Menschen: Das alles verrät defizitäres Problembewusstsein und die Überordnung von Technik und Kommerz über den Verbraucherschutz.

 

 

3.       Politik und Industrie haben Grenzwerte, die millionenfach über empfohlenen Vorsorgewerten liegen, zum Instrument kommerzieller Interessen und einer ‚Aufklärung’ gemacht, die Menschen gefährdet und schädigt. Sie zwingen Bürgern Antennenabstände auf, die im Urteil unabhängiger Forschung unverantwortlich sind.

4.       Körperverletzung, Vertreibung und Enteignung sind zu typischen Folgeschicksalen betroffener Menschen geworden – in Zeiten des Friedens und im Namen des demokratischen Rechtsstaats.

5.       Statt einer wachsenden Zahl elektrosensibler Menschen ein Leben in Gesundheit und Würde zu ermöglichen, wie es der gesetzliche Minderheitenschutz vorschreibt und wie es 2006 eine Konferenz in Stockholm verlangt hat, wird diese Minderheit übergangen und pauschal als Gruppe eingebildeter Kranker diffamiert.

6.       Die wirtschaftlichen Gewinne der einen müssen andere mit gravierenden gesundheitlichen Schäden, Verminderungen der Lebensqualität, auch mit Wertminderungen der Wohnungen und Häuser bezahlen, die - auf ein Land wie Deutschland hochgerechnet - Industriegewinne und staatliche Haushaltsgewinne um ein Vielfaches übersteigen.

7.       In ihrem gegenwärtigen Zuschnitt verstößt die betriebene Mobilfunkpolitik gegen elementare Standards der europäischen Menschenrechtskonvention und des demokratischen Verfassungsauftrags. (Vgl. die Publikation des Österreichischen Instituts für Menschenrechte Mobilfunk, Mensch und Recht, hg. von W. Karl und E. C. Schöpfer, 2006).

8.       Wie industrieunabhängige Erkenntnisse vorliegender Forschungen an Menschen, Tieren und Pflanzen schon jetzt zeigen, bedeutet die elektromagnetische Überfrachtung unserer Lebenswelt einen der bislang folgenreichsten Eingriffe in den Haushalt der Natur und die Organisation der Schöpfung.

Freiburger Appell (2002, bisher 36.000 Unterschriften), Bamberger Appell (2004), Ärzte Appell Allgäu-Bodensee-Oberschwaben (2006) sowie die von der Internationalen Kommission für Elektromagnetische Sicherheit (ICEMS) 2006 verabschiedete Benevento Resolution (die die Catania-Resolution von 2002 aktualisiert) – um nur einige der  vorliegenden Fachappelle zu nennen - haben gegen die Defizite des einschlägigen Umwelt- und Verbraucherschutzes nachdrücklich protestiert. Sie fordern einen ehrlicheren Umgang mit der wissenschaftlichen Wahrheit und die Eindämmung industrieller Einflussnahmen auf Forschung, Politik und Medien (zu letzteren U. Krüger: Funkstille über Strahlungsschäden…, in: Message 1/2007). Sie verlangen damit zugleich, daß gesetzliche Bestimmungen ernst genommen werden, die zum Schutz der Bevölkerung formuliert wurden - allen voran den Vorsorgeauftrag nach Artikel 2.2 GG und 174 des EG-Vertrags.

Wie schlecht es bislang um diese Vorsorge bestellt war, hat das Bundesumweltamt in seiner Schrift Späte Lehren aus frühen Warnungen -  Das Vorsorgeprinzip 1898 bis 2000 eingestanden:

„Von der Entdeckung der radioaktiven Strahlung bis zum heutigen Tag wurde es trotz ausdrücklicher Warnungen immer versäumt, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.“ Die Mobilfunkverantwortlichen haben solche politische Ehrlichkeit weit hinter sich gelassen

Die Unterzeichner/innen sind nicht in grundsätzlicher Weise gegen den Mobilfunk - sofern dafür menschen- und umweltfreundlichere Technologien gesucht und gefunden werden, die den angeblichen technischen Fortschritt nicht zum sozialen Rückschritt machen. Sie fordern eine Umweltpolitik, die aus der bisherigen Geschichte des Umweltversagens die nötigen Konsequenzen zieht.

II.  Lehren aus Vergangenheit und Gegenwart - für eine Welt mit Zukunft

Viele Umweltkatastrophen werden von Menschen verursacht. Der Einfluss der Industrie auf die Wege der Forschung, das Versagen unabhängiger staatlicher und wissenschaftlicher Kontrollfunktionen, Verwechslungen von Wertbewusstsein mit Machbarkeitswahn sind drei ihrer regelmäßigen Ursachen. Während die Politik mit der Verspätung eines halben Jahrhunderts auf die bekannten Risiken des Rauchens reagiert und sich ihren Beitrag zur kaum mehr abwendbaren Klimakatastrophe gerade eingestehen muss, sorgt sie in der galoppierenden Ausbreitung elektromagnetischer Felder bereits für die nächste Form der Luftverschmutzung mit kaum minder fatalen Prognosen.

 

 

Die Unterzeichner/innen stimmen mit bekannten Vordenkern einer wert- und zukunftsbewussten Politik überein, wenn sie aus der Geschichte der Umweltkatastrophen und -skandale folgende Lehren ziehen:

1.      Umwelt- und Verbraucherschutz setzen eine intakte Demokratie voraus. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Art. 1 GG und Art. 1 der EU-Grundrechtecharta ist nicht nur das Fundament jeder Demokratie, sondern auch der wichtigste Schutz vor kapitalistischen Entgleisungen der Marktwirtschaft. (So Heiner Geißler: Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums, 2003 u. ö.).

2.       Der deutsche Föderalismus muss dahingehend reformiert werden, dass er nicht
Verantwortungs- und Demokratieschwund zur Folge hat – auch im Verbraucher- und Umweltschutz
. (Mit Hans Herbert von Arnim: Vom schönen Schein der Demokratie. Politik ohne Verantwortung – am Volk vorbei, erw. Tb.-Ausgabe 2002).

3.      Im demokratischen Rechtsstaat mit intakter Gewaltenteilung ist es Aufgabe der Justiz, den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten - nicht den Schutz unseriöser Grenzwerte und ihrer Auftraggeber.

4.       Umweltpolitik muss integraler Bestandteil einer umfassenden Friedenspolitik werden; sie macht die Natur nicht zum Objekt von Ausbeutung und Unterwerfung. „Mitverantwortung für den Nächsten“ und „Ehrfurcht vor der Schöpfung“ sind ihre wichtigsten Grundlagen. (So Franz Alt: Der ökologische Jesus. Vertrauen in die Schöpfung, und Klaus Töpfer im Vorwort zu dem Buch, 2. Aufl. 2003).

5.      Umweltpolitik ist die beste Wirtschaftspolitik, wo sie die Zukunft vor den Folgeschäden ökonomischer Gegenwartsinteressen bewahrt.

6.      Technik und Politik bedürfen einer ethischen Fundierung. Kern jeder Ethik der Technik ist nach Carl Friedrich von Weizsäcker die Nächstenliebe. Nächstenliebe und Ehrfurcht vor der Schöpfung sind unverzichtbare Bedingungen auch jeder Ethik der Politik.

Die übliche Technikfolgenabschätzung, die sich mit gefährlichen Techniken erst befasst, wenn das Kind schon ‚in den Brunnen gefallen’ ist, kann diese Forderungen nicht erfüllen. Sie muss abgelöst werden von der Technopathogenese als neuer Wissenschaft, die technische Entwicklungen oder Verfahren von der ersten wissenschaftlichen Idee bis zum fertigen Produkt auf Gefährdungen der Lebenswelt hin untersucht, für Risiko-Minimierung und verläßliche Schutz-Normen sorgt.

Wer die Aufgeschlossenheit für ‚technologische Innovationen’ fordert, sollte sich und der Nation auch die erforderlichen geistigen Innovationen nicht ersparen. Mehr denn je trifft zu, was der Erste Bericht des Club of Rome Die Grenzen des Wachstums bereits 1972 vorausgesagt hat: Der Mensch steht „nicht nur vor der Frage, ob er als biologische Spezies überleben wird, sondern ob er wird überleben können, ohne den Rückfall in eine Existenzform, die nicht lebenswert erscheint.“

III.  Orientierungen und Ziele der Kompetenzinitiative

Die Unterzeichner/innen sind überzeugt, dass nur ein tiefgreifender gesellschaftlicher Bewusstseinsprozess, den unabhängige Fachkräfte und kritische Bürger entscheidend mitbestimmen, zu einem zukunftsfähigen Umwelt- und Verbraucherschutz führen wird. Sie wollen diesen Prozess mit der Gründung einer interdisziplinären Kompetenzinitiative unterstützen. Dabei ist vorrangig für das konkrete Gebiet elektromagnetischer Feldbelastungen (gemäß Pt. I), aber auch im Sinne einer notwendigen Reform des Umweltbewusstseins allgemein (gemäß Pt. II) insbesondere an die folgenden Orientierungen und Aktivitäten gedacht:

1.       Fachspezifische und interdisziplinäre Vernetzung interessenverwandter Personen, Gemeinschaften und Institutionen.

2.       Belebung eines Berufsethos, das die Verpflichtung auf das Wohl der Menschen als selbstverständliche Aufgabe jeder theoretischen und angewandten Wissenschaft begreift.

3.       Wechselseitige Information, gemeinsame Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit; Förderung fachspezifischer wie interdisziplinärer Projekte des Umwelt- und Verbraucherschutzes.

4.       Demokratischer Widerstand gegen alle beobachtbaren Formen der Instrumentalisierung und Korruption, die den Verbraucher- und Umweltschutz unterlaufen. (Wie weit sie reichen können, haben soeben Thilo Grüning und Nicolas Schönfeld am Beispiel der Tabakindustrie gezeigt: Dt. Ärzteblatt 12/104, 2007).

5.       Schutz von unabhängigen Wissenschaftlern, Ärzten und Journalisten, die diffamiert werden oder Forschungsaufträge, Publikationsmöglichkeiten und Stellung verlieren, weil sie zu viel über diese Einflüsse und ihre schädigenden Wirkungen wissen (Vgl. dazu: www.whistleblower-netzwerk.de).

6.       Strafrechtliche, verfassungsrechtliche und menschenrechtliche Abklärung der Standards gegenwärtiger Mobilfunkpolitik. Forderung angemessener Regelungen der Haftung aller Verantwortlichen.

7.       Engagement für einen demokratischen Rechtsstaat, in dem Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Verantwortung als politische Kultur erfahrbar werden und beitragen, unsere Lebenswelt vor aggressiven Eingriffen zu Lasten künftiger Generationen zu bewahren.

IV.  Gründungsmitglieder und Einladung zur Mitwirkung

Die Erstunterzeichner bieten sich als Ansprechpartner auch für weitere Interessenten an, die die Arbeit mit ihrer eigenen Fachkompetenz unterstützen möchten. Der überregionalen Vernetzung der Initiative soll baldmöglichst auch ihr Aus- und Aufbau nach Bundesländern folgen.

Die Unterstützung der Initiative ist auf drei Wegen möglich: mit eigener Fachkompetenz, mit Interesse an Ergebnissen und Veranstaltungen, mit Spenden. Denn was immer die Initiative in selbstlosem Einsatz an Projekten, Tagungen, Schriften u. a. m. auf den Weg bringen wird, es muss auch in eigener Regie finanziert werden.

Die Internetseite   www.kompetenzinitiative.de macht das Grundsatzprogramm der Initiative zugänglich und wird kontinuierlich über wichtige Arbeitsergebnisse und Informationen berichten. Wir sind dankbar auch für Spenden auf dem Bankkonto der Initiative: unter dem Stichwort:

                            „Kompetenzinitiative“, Kto.-Nr. 1020-102  BLZ  733 699 02

Erstunterzeichner und Ansprechpartner:

Allgäuer Ärzte-Initiative - 25 Ärzte aus dem Allgäu die über Mobilfunk aufklären - EMAIL: aerzteinitiative@gmx.de

Ärzteinitiative Mobilfunk Allgäu-Bodensee-Oberschwaben EMAIL: aerzteinitiative_mobilfunk@yahoo.de

 AKUT asbl, Informations- und Beratungszentrum für Schadstoffbelastungen (Luxemburg)
       
Email: info@akut.lu

Bamberger Ärzte-Initiative Email: peter.selsam@t-online.de

Bürgerwelle e.V., Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog     

        1. Vorsitzender S. Zwerenz (Tirschenreuth), 2. Vorsitzende B. Eidling
Email: pr@buergerwelle.de, Fax: 09631/795734

Bundesverband Elektrosmog e. V.. Interdisz. Arbeitsgemeinschaft zur Minimierung elektromagnetische Felder (München)      

        1. Vorsitzende Dr. B. Stöcker, Email: stoecker.b@web.de, Fax: 08106/219884 

2. Vorsitzende E. Henschel, Email: ehenschel@ehenschel.com

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Sachsen e.V. Kreisgruppe Delitzsch-Eilenburg

Hans-Udo Weiland Email: weiland@uhlenhof.de

Bund Naturschutz in Bayern e.V. (= Landesverband Bayern des BUND)  Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Bayern, Email: hubert.weiger@bund-naturschutz.de, Dr. Ludwig Trautmann-Popp, Energiereferent des BUND Bayern, Helga Krause, Mobilfunkbeauftragte des Bund Naturschutz in Bayern  Email: krause.helga@web.de

Diagnose-Funk - Umweltorganisation zum Schutz vor Funkstrahlung

        U. Dinger (CH – Dornach), Co-Präsident & Ressort Internet und Koordination, Mitglied Basler Mobilfunk-Komission,
 Betreiber Mobilfunk-Basel.ch, Gründer kombas.ch, Email: uwe.dinger@diagnose-funk.ch
 Geppert, Dipl.-Ing. TU (CH-Zürich), Co-Präsident & Ressort Wissenschaft, Präsident Netzwerk EMFData.ch,
 
Email: lothar.geppert@diagnose-funk.ch, Tel.: 0041-(0)43-535 7001

Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. und Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung (Lahnstein/ Rhein)
1. Vorsitzende I. Gutjahr-Jung, 2. Vorsitzender Dr. med. J. Birmanns, Email:
igutjahr@dr-bruker.de
Jung, M., Dr. phil., Psychotherapeut und Philosoph  

Internationale Ärztekomission für den Schutz vor Strahlen / International Physicians Radiation Protection Board (IPRPB)

 Email: protection.board@gmx.de

Internationaler Verein für Umwelterkrankte IVU e. V. (Saarlouis)
 
Gründerin und 1. Vorsitzende bis  3/2007 G. Bellmann, Email: gisela.bellmann@ivuev.de, Fax: 06831/4999580
1. Vorsitzender ab 3/2007 R. Wirth, Email: info@ivuev.de, Fax: 06831/7649487

Netzwerk Risiko Mobilfunk, Gründer und Koordinatoren: W. Blüher (Ravensburg), Email: mobilfunk.rv@web.de,
und J. Groschupp (Großbettlingen), zugl. 1. Vorstand Mobilfunk Bürgerforum e. V., Dachverb. im Südwesten

 Email: groschupp@mobilfunk-buergerforum.de , Fax: 012120/248703

Ökologische Ärzteinitiative Hochrhein im BUND     

Public-Health-Institut für Gesundheitswissenschaft e. V. (h.e.s.e.project), Email: hese-project@web.de

1. Vorsitzender Prof. em. Dr. med. K. Hecht, 2. Vorsitzender Dr. rer. nat. U. Warnke

Verband arbeits- und berufsbedingt Erkrankter e. V. (Altenstadt)      1. Vorsitzender Dr. W. Neumann,
2. Vorsitzende Dr. A. Vogel, Email: abeKra-Verband@t-online.de, Fax: 06047/952662

Verband Baubiologie (Bonn), Email: info@verband-baubiologie.de, Fax: 0228/96399254,
        1. Vorsitzender Dipl.-Ing. H. Merkel, Elektrotechnik, Messtechnik

Verein für Elektrosensible e. V.  Initiative für allgemein Umwelterkrankte     

1. Vorsitzende Dr. B. Stöcker, Email: stoecker.b@web.de

2. Vors. E. Henschel, Email: ehenschel@ehenschel.com

Whistleblower-Netzwerk e.V. (Köln),  E-mail: info@whistleblower-netzwerk.de , Web-Fax: 012125-10395529
1. Vorsitzender G. Strack, Email: Guido.Strack@web.de
2. Vorsitzende A. Bultmann, Email:: Antje9@aol.com

 

Aschermann, Chr., Dr. med. (Leutkirch), Nervenärztin und Psychotherapeutin (Mitinitiatorin Freiburger Appell und

Ärzteappell Allgäu–Bodenseegebiet-Oberschwaben) Email: christine-aschermann@web.de, Fax: 07561/70180

Bergmann, W., Dr. med. (Freiburg i. Br.), Allgemeinmedizin und Homöopathie (Mitinitiator Freiburger Appell)    

Email: wolf.bergmann@tele2.de , Fax: 0761/50367817

Bleser, K., Dipl.-Ing. (Fürth), Innenarchitekt, Baubiologe IBN, Email: klaus.bleser@arcor.de

Bleuel, H. S., Dipl.-Biol. (Tübingen), Dozentin, Lehrerin und Buchautorin (MF – Kinder, Schule)
        Email: info@navosch.de, Fax: 07071/940577

Braun, E. W., Prof. em. (USA) Dr. phil. (Oberursel), 1. Vors. d. Hess. Landesv. mf.-senderfreie Wohngebiete  

        Email: erich.br@web.de, Fax: 06171/52724

Braun von Gladiß, K., Dr. med. (Deutsch Evern), Arzt für Allgemeinmedizin    
Email: gladiss@gmx.de, Fax: 04131/854 4089

Buchner, K., Prof. Dr. rer. nat. (TU München), Mathematik, Kernphysik, Elektrodynamik, Vorsitzender der ÖDP   

 Email: Klaus.Buchner@oedp.de, Fax: 089/35757480

Bultmann, A. (Wolfratshausen), Wissenschaftsjournalistin, Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Umweltstiftung, Vorstandsmitglied des Whistleblower-Netzwerks, Email: Antje9@aol.com

Carlo, G. L., Dr., Science and Public Policy Institute, Chair, Safe Wireless  Initiative, Washington, D.C. 20004,  

        www.sppionline.org

Dersee, Th., Dipl.-Ing. (Schöneiche bei Berlin), Umweltjournalist (u. a. Hg. des Informationsdienstes Strahlentelex
        mit ElektrosmogReport), Email: thomasdersee@strahlentelex.de , Fax: 030/64329167

Dohmen, B. (Murg-Hänner), Allgemein- u. Umweltmedizin, ökologische Ärzteinitiative Hochrhein im BUND     

Fax: 07763/8735

Eger, H., Dr. med. (Naila), Ärztlicher Qualitätszirkel ›EMF in der Medizin – Diganostik, Therapie, Umwelt‹    

Email: horst.eger@arcormail.de

Ermisch, F., Dr.-Ing. Dipl.-Phys. (Ellwangen), Email: frank.ermisch@web.de

Frentzel-Beyme, R., Prof. em. Dr. med. (Univ. Bremen), Umweltwissenschaften, Epidemiologie         
Email: Beyme@uni-bremen.de

Funk, W., Dipl.-Ing., FH (Oberammergau), Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik    

Email: werner.funk.o-gau@t-online.de, Fax: 08822/94125

Gabriel, O., Dipl.-Ing., FH (Heusweiler), Baubiologe IBN und baubiolog. Meßtechniker (SBM)
        Email: oliver@baubiologa.de , Fax: 06806/603822

Ganßauge, E., Prof. Dr. rer. nat. (Univ. Marburg), Physiker, Email: ganssaug@staff.uni-marburg.de

Goebbels, K., Prof. Dr. rer. nat. (Saarbrücken), Physiker, Email: klaus.goebbels@hydac.com

Grün, D., Dr. med. (Winnenden), Email: dietrich_gruen@web.de

Gutbier, J., Dipl.-Ing. (Herrenberg), Ingenieur für Architektur und Umweltanalytik, Sprecher der IG-Mobilfunk Hbg.
       
Email: joern-gutbier@online.de , Fax: 0721/151222 626  

Hartenstein, V., MdL a.D., StD i.R. (Ochsenfurt), Email: vohar@online.de, Web-Fax: 012125 01327769

Hecht, K., Prof. em. Dr. med. (Humboldt-Universität / Charité Berlin), Neurophysiologie, experimentelle und klinische pathol. Physiologie; Streß-, Schlaf-, Chrono-, Umwelt- und Weltraummedizin, Fax: 030/67489323

Herberg, D. (Wesel), Baubiologe IBN, Email: bau-bio-logisch@web.de  

Heubuch, M.  Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) 

EMAIL: maria_Heubuch@t-online.de

Kern, M., Dr. med. (Kempten), Initiator Allgäuer Ärzteinitiative, Mitinitiator Ärzteappell Allgäu-Bodensee-Oberschwaben. Leiter des ärztl. Qualitätszirkels ›Elektromagnetische Felder in der Medizin - Diagnostik, Therapie, Umwelt‹

        Email: Aerzte-Initiative@gmx.de, Fax: 0831/5208268

Kleilein, G., Dr. med. (Coburg), Internist, Mitbegründer des Coburger Mobilfunkappells, Email: gerd@kleilein.com

Klitzing, L. v., Visit. Prof. Dr. rer. nat. (Stockelsdorf), Medizinphysiker (DGMP), Umweltphysikal. Messungen;  

Erforschung und Therapie der Elektrosensibilität e.V., Wiesenthal. 

Email: umweltphysik@t-online.de, Fax: 0451/8805761

Lorenz, M., Dr. med. (Völklingen), Email: Margret.Lorenz@t-online.de

Lotz, K. E., Prof. Dipl. Chem. (Biberach), Email: lotz-bc@gmx.net

Maes, W. (Neuss), Baubiologe IBN, Journalist DJV, Email: mail@maes.de, Fax: 02131/44127

Meyers, B. (Homburg / Saar), Facharzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie, Email: Bernhard.Meyers@arcor.de

Neubauer, J., Prof. em. Dr. phil. (NL - Univ. Amsterdam), Literaturwiss., Wissenschaftsgeschichte und –theorie

      Email: j.neubauer@uva.nl

Pesché, J. (Differdingen / Luxemburg), Leiter von Tinnitus-Luxemburg und Eurotinnitus
     Email: tinnitus@pt.lu, Fax : 0035/226550977

Regneri, H.-J., Dr. rer. nat. (Kirkel), Biochemiker, Email: regneri.h@gmx.net

Richter, K., Prof. em. Dr. phil. (Univ. d. Saarlandes), Literaturwissensch., interdisziplinäre. Kooperation, Sprecher d. Bündnisses saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk, Email: karl-richter@gmx.net , Fax: 06894/889946

Scheidsteger, Klaus  (Puget-Ville / Frankreich), Journalist und Filmproduzent, Email: Scheid1111@aol.com

Scheiner, H. - Chr., Dr. med. (München), Allgemeinmediziner (Umweltmedizin, Naturheilverfahren, Psychotherapie),

zus.mit Ana Scheiner Institut für Holistische Medizin in München, Gründung der Partei ›Aufbruch‹

        Email: info@drscheiner-muenchen.de 

Scheingraber, C., Dr. med. dent. (Brunnthal), 1. Vorstand des Arbeitskreises Elektro-Biologie e.V.    

Email: Claus.Scheingraber@t-online.de , Fax: 08102/773914

Schlegel, P., Dipl.-Ing. ETH (CH - Esslingen), Leitung Bürgerwelle Schweiz und Vorstandsmitgl. diagnose-funk     

        Email: info@buergerwelle-schweiz.org

Schmidt, J., Prof. phil. Univ. Freiburg i. Breisg., Literaturwissenschaftler u. interdisziplinäre Kooperation Fax: 07561/4389

Schöndorf, E., Prof. Dr. jur. (FH Frankfurt a. M.), Umweltrecht und öffentl. Recht, Buchautor     

Email: e.schoendorf@badvilbeler-buchverlag.de

Schöpfer, E. Chr., Dr. jur. (A – Salzburg), Grund- und Menschenrechtsschutz    

Email: christian.schoepfer@menschenrechte.ac.at , Fax: 0043/66284315815

Schorpp, V., Dr.-Ing. und Dipl.-Phys. (Bietigheim), im Vorst. v. PULS-SCHLAG, MF Bürgerforum Karlsruhe e. V.    

Email: dr.schorpp@t-online.de

Schrodt, A., Dr. rer. soc. und Dipl.-Psych. (Radolfzell), Notfallpsychologin, Netzwerk Psychologie

Email: Schrodt@netzwerk-psychologie.de

Schütz, H., (Peiting); Pädagoge, Umweltfachberater, Autor   Email: schuetz.fam@t-online.de

Segieth, G. (Saarlouis), freie Journalistin, Mitglied im IVU e.V., Mitglied in AKUT Luxemburg,
Email: Gisela.Segieth@web.de, Fax 06831/4999581

Sönning, W., Dipl.-Met., ORR a. D. (Icking), Medizinmeteorologe, Email: kontakt@walter-soenning.de,

Fax.: 08178/908702

Spaarmann, St., Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. (Taucha b. Leipzig), Email: sspaarmann@web.de , Fax: 034298/69674

Strack, G., LLM. Oec. (Köln), Wirtschaftsjurist und Mediator, Vorsitzender des Whistleblower-Netzwerks,

Email:  Guido.Strack@web.de

Tlach, H., Dipl.-Psych. (Allensbach), Psychotherapeutin, Sprecherin der Agendagruppe Gesundheit in Allensbach,

        BI FÜR humanen Mobilfunk in Konstanz, Verein Strahlenschutz a. Bodensee e. V., Email: h.tlach@t-online.de

Vogler, H., Dr. med. (Schongau / Oberstdorf), Gynäkologe, Chefarzt i. R. Khs. Schongau, Initiativen des Kinder-
und Umweltschutzes u. a. in Nepal, Email:
Hermann.Vogler@freenet.de

Waldmann-Selsam, C., Dr. med. (Bamberg), Bamberger Ärzte-Initiative, Mitinitiatorin des Bamberger Appells      

 Email: peter.selsam@t-online.de, Fax: 0951-2972506

Warnke, U., Dr. rer. nat. (Univ. d. Saarlandes), Biowissensch., Vors. Inst. Physiologieforum […] u. d. Public Health e. V.      Email: warnke@mx.uni-saarland.de

Wever, H., Dipl. Naut. (Enkhuizen-NL), Astronom. Navigation und Meteorologie, Direktor e. Seefahrtschule     

Email: hw@ezs.nl, Fax: 0031/228315339

Wilhelm, H.-J., Prof. inv. (Univ. Span.) Dr. med., HNO-Arzt und Phoniater, Direktor der Kopfklinik Frankfurt GmbH,
        Abteilungsleiter des Tinnitus-Center-Frankfurt, (Dietzenbach),
info@kopfklinik-frankfurt.de

Zimmer, G., Prof. i. R. Dr. med. (Maintal), Arzt und Biochemiker, AK Elektrosmog Rld.-P. u. Hessen d. BUND    

 Email: guido_zimmer@yahoo.de

Im Namen der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie und v.i.S.d.P.  

Prof. Dr. Karl Richter

 Preußenstr. 11

66386 St. Igbert

Dr. med. Markus Kern

 Beim Flosserhäusle 8

 87439 Kempten                                                                                                

Prof. Dr. med. Karl Hecht

  Büxensteinallee 25

 15527 Berlin

Dr.med. Hans-C. Scheiner

  Franz-Wüllner-Str. 39

 81247 München

 

 

 

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Pressekonferenz der Kompetenzinitiative vom 30.04.2007   * www.kompetenzinitiative.de

 

 

 

 

Kompetenzinitiative

zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie

Pressekonferenz Kempten/Allgäu 30.05.07

 

Eine bundesweite Kompetenzinitiative unabhängiger und namhafter Wissenschaftler, Ärzte und Techniker stellt sich vor.

 

Am 30. April 2007 hat sich die „Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie“ im Rahmen einer Pressekonferenz in Kempten der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das bundesweite Bündnis unabhängiger und namhafter Wissenschaftler, Ärzte und Techniker, engagiert sich gegen die elektromagnetische Überfrachtung unserer Lebenswelt in Folge des Mobilfunks und anderer Techniken schnurloser Kommunikation.

Die beiden Sprecher der Initiative, Dr. med. Markus Kern, Facharzt für Psychosomatische Medizin, und Prof. Dr. Karl Richter, interdisziplinär arbeitender Kulturwissenschaftler der Universität des Saarlandes i.R., erläuterten gemeinsam mit Maria Heubuch und Dr. med. Hans-C. Scheiner in Kurzreferaten die Ziele der Initiative. Dr. Scheiner,  Facharzt für Allgemeinmedizin und Chef des Instituts für Holistische Medizin in München, als Umweltmediziner, Gerichtsgutachter und Autor des Buches: „Mobilfunk - die verkaufte Gesundheit“ bekannt, sah mit dem Stand einer unabhängigen Forschung die schädigenden Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Organismus auf breiter Grundlage gesichert: Man müsse „die gesundheitliche Schädlichkeit von Mobilfunk und Hochfrequenzen […] heute mit überwältigender wissenschaftlicher Evidenz als erwiesen“ ansehen.

Dr. Kern, Initiator der Allgäuer Ärzteinitiative und Mitinitiator des bereits von über 260 Ärztinnen und Ärzten unterzeichneten „Mobilfunk-Ärzte-Appell Allgäu-Bodensee-Oberschwaben“, bestätigte dies auch aus seiner fachärztlichen Erfahrung. Wenn z.B. "ein schwer schlafgestörtes 5jähriges Kind nach Entfernung eines DECT-Telefones normal schlafe, so ist das mehr als ein vages Indiz". Dr. Kern leitet einen ärztlichen Qualitätszirkel bei dem sich Kollegen zur Fortbildung und Erfahrungsaustausch regelmässig treffen zum Thema „Elektromagnetischen Felder in der Medizin, Therapie, Diagnostik und Umwelt“. Viele Ärzte, so Dr. Kern, berichten von unterschiedlichsten Gesundheitsstörungen ihrer Patienten, die  unter Funkbelastungen auftreten. Einigkeit besteht darüber, dass die aktuell genutzte Technik mit gepulster Mikrowellenstrahlung einen schwerwiegenden Stressor für biologische Systeme darstellt. Doch die stattliche Reihe vorliegender Ärzte-Appelle und selbst internationale Wissenschaftler-Appelle, wie die Benevento-Resolution von 2006, würden von den politisch Verantwortlichen ignoriert.

Dabei zeigen die Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Tiere und Pflanzen längst ebenfalls die Bedrohung und Schädigung unserer gesamten Umwelt. Vorliegende Forschungen an Rindern und Kälbern wurden von Frau Heubuch an Erfahrungen auf dem eigenen Bauernhof bestätigt. Seit der Aufstellung von Antennen schädigt eine abnorme Zunahme verendeter Kühe, von Tot- und Missgeburten, von Erkrankungen und Verhaltensstörungen auf vielen Wegen zugleich die wirtschaftliche Grundlage ihres Hofes. Als Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL) kennt Frau Heubuch Ähnliches auch von zahlreichen anderen Bauernhöfen.

Prof. Richter bewertet die von Staat und Industrie gemeinsam betriebene Ausbreitung des Mobilfunks und immer neuer Techniken schnurloser Kommunikation als unverantwortlichen Umgang mit Forschung, Menschen und den nationalen wie europäischen Schutzgesetzen. Wo Menschen gesundheitlich und materiell schwer geschädigt, zu einem Leben in Kellern oder der Aufgabe ihrer Häuser gezwungen würden, fühle man sich eher an Kriegsfolgen zurückerinnert als an die ursprüngliche Sinngebung, die die Väter des Grundgesetzes mit dem demokratischen Rechtsstaat und der Unantastbarkeit der Menschenwürde verbanden.

Der Ort der Pressekonferenz war mit Bedacht gewählt. Die beiden Sprecher der Initiative, die mit der Region verbunden sind, sehen sie durch die Wirkung elektromagnetischer Felder auch besonders gefährdet. Ihre gemeinsame Überzeugung: Wo man zu einem hohen Maße von erholungssuchenden Menschen und der Viehwirtschaft lebe, werde sich ein weiser Kompromiss auch wirtschaftlich schnell bezahlt machen, der mobiles Telefonieren ermöglicht, aber darauf verzichtet, in Tiefgaragen und Betonwaschküchen erreichbar zu sein. Ein Kompromiss, der sich zuweilen auch noch der Frage stellt, wo die Grenzlinie zwischen Kultur und Konsumterror verläuft.

 

Der Gründungstext der KI mit Kurzreferaten und weiteren Materialien, wie auch freiverwend­barer Bildern der Referenten sind zugänglich unter: www.kompetenzinitiative.de.

 

Im Namen der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie und v.i.S.d.P.

 

      Dr. med. Markus Kern                                                              Prof. Dr. Karl Richter

Beim Flosserhäusle 8, 87439 Kempten                                    Preussenstr. 11, 66386 St. Ingbert

Email: Aerzte-Initiative@gmx.de                                                                  Email: karl-richter@gmx.net