Experte Warnke warnt eindringlich

Trierischer Volksfreund online Dienstag, 26. Februar 2002
VORTRAG

Gefährliche Strahlung

Experte warnt: Mobilfunk-Telefone und Stationen bringen Körper zum Schwingen

 

Von unserem Mitarbeiter OLIVER RUF

TRIER. Für Ulrich Warnke besteht der begründete Verdacht, dass durch den Mobilfunk die Gesundheit stark beeinträchtigt wird. "Wir haben Anlass zur Sorge", sagt der Saarbrücker Wissenschaftler bei einer Informationsveranstaltung.

62 Millionen Menschen telefonieren in Deutschland mobil, 171 000 Antennen an 40 000 Standorten sorgen dafür, dass man überall erreichbar ist. Das ist lebensgefährlich, so die Meinung des Wissenschaftlers Dr. Ulrich Warnke von der Universität Saarbrücken. "Es gibt genug Gründe zur Warnung", sagt der Leiter des Instituts für technische Bio- und Umwelt-Medizin bei einer Informationsveranstaltung in der Bezirksärztekammer, zu der die "Interessengemeinschaft zur Förderung Alternativer Therapien" eingeladen hatte.

"Die Industrie muss reagieren statt ignorieren", so der Tenor. Seit 1971 befasst sich Warnke mit den Wirkungen von Sendeanlagen, Mikrowellen und Handys auf die menschliche Gesundheit. Ihm geht es um elektromagnetische Schwingungen, hoch- und niederfrequente, denen der Mensch auf natürlichem und künstlichem Wege ausgesetzt ist.

Diese Schwingungen können an die körpereigenen Schwingungen ankoppeln, werden also von den Zellen absorbiert und erhalten somit Resonanzmöglichkeiten. Das könne, warnt Warnke, Funktionsstörungen verursachen. "Der Kopf hat eine besonders gute Resonanz."

"Betroffene sind rechtlos, schutzlos und hilflos"

Dabei ist die "freiwillige Nahfeldexposition", so nennt der Wissenschaftler das Telefonieren mit Handy, das geringere Übel. Für wesentlich gefährlicher hält er die Dauer-Bestrahlung durch Mobilfunk-Stationen. Auf vielen Kirchen sollen sich solche Antennen befinden – getarnt vom Glockenturm: "Ist die Station weniger als zehn Metern hoch, braucht der Betreiber keine Genehmigung."

Bei größeren Antennen entscheide die Baubehörde. "Die Betroffenen sind rechtlos, schutzlos und hilflos", meint Warnke. "Mobilfunkstationen sind mit Abstand unsere stärkste Emissionsquelle", deren Grenzwerte der Staat auf Empfehlung von staatlicher und internationaler Strahlenschutzkommission fest. Ulrich Warnke kennt diese Spezialisten und behauptet, dass in der Kommission Fachleute aus der Betreiberindustrie sitzen.

Also keine Chance für niedrige Grenzwerte? Ein Blick zum europäischen Nachbarn gibt die Antwort. Die Schweiz hat einen Wert von 42 Mikro-Watt pro Quadratmeter in öffentlichen Gebäuden bestimmt, in Italien gelten 100 Mikro-Watt und in Deutschland 4500 Mikro-Watt. Niedrige Grenzwerte sind für Warnke technisch machbar. Draußen funktioniere das Handy auch bei geringer Strahlung, und in Gebäuden müsse man eben analog telefonieren.

Und welche Beweise hat Warnke für seine Befürchtungen? "Wirkliche Beweise gibt es nicht und kann es auch gar nicht geben", betont der Institutsleiter, denn Menschen würden von Tag zu Tag anders auf elektromagnetische Schwingungen reagieren.

"Aber es gibt Hinweise", warnt der Bio-Mediziner und berichtet davon, dass bestimmte Krankheiten in unmittelbarer Nähe von Sende-Stationen oder bei Viel-Telefonieren überdurchschnittlich oft nachgewiesen wurden. "Nicht nachweisbar" behauptet die Gegenseite und fordert einen wissenschaftlichen Beleg. Den kann Warnke nicht liefern, spricht aber von "ehrlicher" Wissenschaft, empirischen Versuchen und "wahrscheinlichen Auswirkungen".

Konkret: Wer sein Handy benutze, riskiere Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen und Hirntumore, sagt Warnke, und warnt vor Schlaf- und Denkstörungen, Lernproblemen, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leukämie und andere Tumoren.

http://www.intrinet.de/20020226/ts802578.htm
www.buergerwelle.de

 

BW: aber wie kann Elektrosmog wirken? Zwei interessante Ansätze als Beispiele:

Von: Reinhard Rückemann [rueckemann@papyrus-germany.com]

Gesendet: Montag, 15. April 2002 13:06

An: Elektrosmog-Liste

 

Hallo liebe Listenteilnehmer/innen,

ich moechte heute zwei aktuelle wissenschaftliche Meldungen weiter geben, die - nur vordergruendig betrachtet - nichts direkt mit dem Thema 'Elektrosmog' zu tun haben:

  1. Spekulative Theorie: Entsteht menschliches Denken durch das "Beamen" von Quantenzuständen?

  2. Britische Forscher: Bakterien übertragen Resistenzen durch Signale in der Luft

Dennoch halte ich die Meldungen auch in unserem Zusammenhang fuer sehr interessant und wichtig.

Ich weise besonders darauf hin, dass die Meldungen nicht aus Esoterik-Zeitschriften oder z.B. aus 'Raum und Zeit' stammen, sondern aus der renommierten Wissenschaftszeitung 'bild der wissenschaft'. (www.wissenschaft.de)

 

Meine Anmerkungen dazu:

1. Meldung:

Radionik-Systeme, die z.B. von Heilpraktern auch in der Therapie eingesetzt weden, beruhen auf dem Prinzip der verschraenkten Quantenzustaende, die Einstein "spukhafte Fernwirkungen" nannte. Was lange Zeit von "Schulmedizinern" geleugnet und verlacht wurde, scheint nun langsam doch auch wissenschaftlich nachweisbar zu werden.

Mein Heipraktiker setzt ein Radionik-System der Firma Quantec ein, mit dem er meine Reaktionen auf die Strahlung von Mobilfunksendern und meine damit verbundenen Beschwerden in letzter Zeit deutlich reduzieren konnte.

2. Meldung:

Bei der Uebertragung der Resistenzen von Bakterien "durch die Luft" suchen die Forscher nach einem stofflichen "chemischen Signal" was da uebertragen wird, finden es aber nicht. Aus der Meldung geht nun nicht hervor, wie weit man auch schon an eine Uebertragung der Information durch elektromagnetische Signale gedacht hat. In der Kommunikation zwischen Zellen hoeherer Organismen spielen diese - nach neueren Erkenntnissen - eine Rolle und sind nachgewiesen worden.

Solche Systeme sind dann natuerlich, wenn Sie nach diesem Prinzip funktionieren - sehr empfindlich gegenueber auesseren Stoerungen, wie sie z.B. duch Elektrosmog aller Art verursacht werden koennen.

 

Viele Gruesse

Reinhard Rueckeamnn

 

Physik allg. 15.04.2002

Spekulative Theorie: Entsteht menschliches Denken durch das "Beamen" von Quantenzuständen?

 

Ein britisch-amerikanisches Physikerteam glaubt, dass menschliche Gehirne wie Quantencomputer funktionieren. Darüber hinaus soll in biologischen Zellen das durch die Fernsehserie Raumschiff Enterprise populär gewordene "Beamen" realisiert sein. Die Forscher beschreiben ihre Theorie im e-Print-Archiv arXiv.org (quant-ph/0204021).

 

Voraussetzung sowohl für die Realisation von Quantencomputern als auch für die des Beamens (physikalischer Begriff: Teleportation) sind verschränkte Quantenzustände. Albert Einstein nannte dieses quantenmechanische Phänomen, das in unserer Alltagswelt keine Entsprechung hat, "spukhafte Fernwirkung". Zwei physikalische Teilchen, deren Zustände miteinander verschränkt sind, verhalten sich wie zwei telepatisch begabte Zwillinge. Ändert man den Zustand des einen Teilchens, dann ändert sich simultan auch der Zustand des anderen – unabhängig davon, wie weit die beiden Teilchen voneinander entfernt sind.

 

Verschränkungen zwischen Quantenzuständen werden in der Regel nach wenigen Milliardstel Sekunden durch Wechselwirkungen mit der Umwelt zerstört. Deshalb gestaltet sich die Entwicklung von Quantencomputern so außerordentlich schwierig. Aus dem gleichen Grund sind den im Jahr 1997 gelungenen Teleportationsexperimenten, bei denen jeweils ein Photon gebeamt wurde, noch keine Teleportationen von makroskopischen Gegenständen oder gar von Menschen gefolgt.

 

Doch dänischen Physikern ist es vor kurzem gelungen, die Verschränkung einer Billion Atome eine halbe Millisekunde lang aufrechtzuerhalten (wissenschaft.de berichtete darüber). Da dies eine mit der Dauer von zellulären Prozessen vergleichbare Größenordnung ist, glauben Andreas

Mershin und Dimitri Nanopoulos, beide von der Texas A&M Universität, und Nick Mavromatos von der Universität London, dass verschränkte Zustände bei der Informationsverarbeitung im Gehirn eine Rolle spielen.

 

Insbesondere glauben die drei Forscher, dass die Träger dieser verschränkten Zustände die Mikrotubuli sind. Mikrotubuli sind Bestandteile biologischer Zellen und am Aufbau des Zellskeletts beteiligt. Außerdem sind sie Bestandteile der Axonen. Das sind die Fortsätze der Nervenzellen, die die Erregungen weiterleiten.

 

Die drei Physiker weisen theoretisch nach, dass die Mikrotubuli sich wie quantenelektrodynamische Hohlräume (QED-Cavities) verhalten. Diese QED-Cavities gelten als aussichtsreiche Kandidaten für die Grundbestandteile von Quantencomputern. Nanopoulos und seine Kollegen glauben, dass die Mikrotubuli ihre Quantenzustände durch Teleportation ohne direkten Transport von Masse oder Energie sowohl innerhalb von Zellen als auch zwischen verschiedenen Zellen übertragen können.

 

Quelle:

 

Britische Forscher: Bakterien übertragen Resistenzen durch Signale in der Luft

 

Bakterien können Antibiotikaresistenzen austauschen ohne sich zu berühren oder über eine Flüssigkeit miteinander in Kontakt zu stehen. Alleine durch Signale in der Luft sollen Resistenzgene angeschaltet werden. So deuten Wissenschaftler von den QinetiQ`s Winfreth Labs in Dorchester ihre Beobachtungen. Das berichten sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift New Scientist.

 

Die Forscher Richard Heal und Alan Pearson hatten zwei Behälter mit Coli-Bakterien nebeneinander aufgestellt. Beide Gefäße hatten über einen fünf Millimeter breiten Spalt zwischen Deckelrand und Wand Kontakt zur Luft. Dann gaben die Wissenschaftler in einen Behälter mit Mikroorganismen Antibiotika, in den anderen dagegen nichts. Trotz Antibiotika blieben die Bakterien im ersten Gefäß am Leben und vermehrten sich sogar. Normalerweise sollten sie innerhalb kürzester Zeit sterben. Dies taten sie denn auch, wenn kein zweites Glas mit unbehandelten Bakterien offen in unmittelbarer Nähe stand. Verschlossen Heal und Pearson beide Behälter luftdicht, so starben die Bakterien ebenfalls, sobald Antibiotika zugegeben wurden.

 

Die erstaunliche Beobachtung erklären die Wissenschaftler mit einem neuen Verbreitungsweg von Antibiotikaresistenzen: Die unbehandelten Bakterien senden ein Signal, eine chemische Substanz, zu ihren bedrohten Artgenossen im Nachbargefäß. Dieses kann nur durch die Luft übertragen werden. Bei den bedrohten Bakterien löst der Botenstoff schließlich Resistenzen aus, in dem er laut Heal und Pearson deren Resistenzgene anschaltet. Tatsächlich waren die unter Antibiotika stehenden Bakterien gegen Ampicillin, Tetracyclin und Rifampicin resistent geworden.

"Wir haben versucht das chemische Signal aus der Luft zu isolieren, aber bislang ohne Erfolg", sagt Heal. Offenbar soll die Resistenzaktivierung per Luftpost nur über sehr kurze Strecken funktionieren, könnte aber durch Wind oder Ventilatoren in Krankenhäusern verstärkt werden, so heißt es im New Scientist.

 

Doch solange die geheimnisvolle Substanz unerkannt ist, bleibt die übrige Fachwelt abwartend bis skeptisch, ob denn ein neuer Verbreitungsweg für Resistenzen bei Bakterien entdeckt wurde. Gesichert bleibt, dass Mikroorganismen Resistenzgene oder Bruchstücke ihres Erbmaterials in so genannten Biofilmen austauschen können.

 

Quelle:

http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=120564

www.buergerwelle.com