Eiszeit
für Umweltkranke ...
Diejenigen die geschworen haben einen
Schaden vom Volk abzuwenden, haben bisher den größten Schaden
angerichtet ...
Die Regierung "riecht nichts, sieht nichts,
hört nichts, spürt nichts", tönte noch im August 1998 bei
einer Veranstaltung für Umweltkranke in Bonn die sich damals in der
Oposition befindliche SPD.
Bündnis90/Grüne veranstalteten
im Januar 1997 im Bonner Abgeordnetenhaus eine Tagung zum "Gutachter(un)wesen",
wobei es um Festplattengutachten ging, die am Fließband von abhängigen
Gutachtern im Falle von berufsbedingten Krankheiten - ausgelöst z.B.
durch eine Vergiftung - erstellt werden.
Prof. H.Müller-Mohnssen schreibt
am 28.09.1999 an den Spiegel: "Nach meinen Unterlagen wurden die Sozialversicherungen
und Berufs-genossenschaften schon 1995 dahingehend instruiert, daß
MCS, CFS Ökohysterie bedeuten und die Betroffenen entsprechend zu
behandeln, d.h. Entschädigungsansprüche abzulehnen sind.
Am 26.08.98 warnte Prof.Dr. Erich Schöndorf
(ehem. Staatsanwalt im Holzschutzmittelprozess) in Bonn: "Die meisten Gutachter
brauchen für medizinische Aussagen keine Patienten mehr..." und
"Richter täuschen vor, Sie hätten Gutachten gelesen".
Im Juni 1999 kündigten Gesundheitsministerin
Andrea Fischer und Umweltminister Jürgen Trittin im Rahmen der Aktion
"Umwelt & Gesundheit" eine Reihe von Maßnahmen an z.B. "kompetente
Hilfe und Beratung für Umweltkranke; Voraussetzung dafür ist
die Schaffung besserer Grundlagen für die Umweltmedizin" und weiter:
"Wenn nachvollziehbar belegt werden kann, daß ein Betroffener sich
aufgrund eines bestimmten Umwelteinflusses eine Erkrankung zugezogen hat,
dann wird es auch möglich sein, diesem Erkrankten gezielter und rascher
zu helfen. Wir werden alles daran setzen, um die Situation der von umweltbezogenen
Erkrankungen Betroffenen zu verbessern. Ihnen muß die in jedem Einzelfall
bestmögliche Unterstützung zukommen.". Im Augenblick sieht es
jedoch danach aus, als ob alles Absichtserklärungen ohne folgender
Wirkung wären. Zuviel wird auf die globale Entscheidungsebene geschoben
und nicht auf der Ebene der Betroffenen umgesetzt.
Schon am 31.08.1999 hat sich der Widerstand
gegen die Absichtserklärung von Frau Fischer und Herrn Trittin formiert
durch den Rat der Sachverständigen für Umweltfragen der die Regierung
berät und der am 31.08.1999 folgende Empfehlung der Regierung gab:
"Der Umweltrat stellt fest, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt
ein kausaler Zusammenhang zwischen Multipler Chemikalien- Überempfindlichkeit
und vielfältigen Umwelteinflüssen, die von der Mehrheit der Bevölkerung
gut vertragen werden, nicht wissenschaftlich belegt ist, jedoch auch nicht
ausgeschlossen werden kann. Angesichts der unsicheren Datenlage, der Subjektivität
der Beschwerden und des Fehlens eines einheitlichen klinischen Krankheitsbildes
sind gesetzliche Regelungen selbst aus Gründen der Vorsorge gegenwärtig
nicht angezeigt", so der Zynismus im Sondergutachten Umwelt und Gesundheit
(1999).
Bereits am 06.10.1999 beeilten sich die
Richter am Bundessozialgericht (BSG) so zu urteilen, daß die Krankenkassen
für den Amalgam-Austausch keine Kosten erstatten müßten,
da der Zusammenhang zwischen Depression, Gelenkschmerzen und dem Quecksilber
wissenschaftlich nicht ausreichend bewiesen ist. Richter maßen sich
an zu entscheiden was Wissenschaftlichkeit ist. Jeder weiß, daß
Medizin Erfahrungswissenschaft ist und keine exakte Naturwissenschaft wie
z.B. die Mathematik. Ein starres Festhalten an überholten Diagnosen
und Krankheitsbildern kann Fehldiagnosen und Fehlbeurteilungen zu Folge
haben. In dem Gerichtsfall haben drei Ärzte einem Betroffenen empfohlen
die Amalgamfüllungen gegen Zementfüllungen zu wechseln. Sie hatten
mit diesem Rat Recht, da die Symptome bei dem Betroffenen sich anschließend
abgebaut haben. Die Richter haben sich gegen diese Erfahrung gestellt.
In Zukunft wird es wohl so kommen, daß nicht mehr nach dem Motto
"Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" zu verfahren ist, sondern "Fragen
Sie die obersten Richter in Deutschland, ob ein ausreichender wissenschaftlicher
Nachweis vorliegt". Ärzte und Apotheker werden als nicht vertrauenswürdige
Personen hin-gestellt, Sie werden verarmen und dafür wird die Blütezeit
der Juristen anbrechen, die in Fragen der Heilung von Krankheiten Ihre
eigene Kompetenz walten lassen.
Die Richter des BSG haben nicht zu Kenntnis
genommen, daß die Bioverträglichkeitsprüfungen für
Zahnfüllstoffe nach ISO-Norm, die neurotoxische Verträglichkeitsprüfung
nicht einschließt! Auch wenn diese Prüfungen von einer Universität
durchgeführt werden, werden die Prüfung somit nach Industrienormen
ausgeführt, unabhängige Wissen-schaftlichkeit ist hierbei nicht
beteiligt.
Rechtsanwalt Dr. Hugo Lanz berichtete
in der Zeitschrift für Rechtspolitik mit ZRP-Gesetzgebungs-Report
Sonderdruck aus Heft 9/1998:
"Richter wenden sich bei der Suche nach
Gutachtern besonders gerne an Universitäten. Dies ist im medizinischen
Bereich oft nicht sinnvoll; die meisten Prozesse z.B. im Krankenversicherungsrecht
betreffen niedergelassene Ärzte und für dieses Gebiet sind Uniklinikchefs
regelmäßig nicht fachkundig. Weit schlimmer aber ist der Vorwurf
des Ärztekammerpräsidenten von Berlin: "Die Universitäten
werden besonders bestochen". Um diesem Bestechungssumpf zu entgehen, wäre
es daher sinnvoll, die Therapie von niedergelassenen Ärzten durch
niedergelassene Ärzte und die Therapie von Heilpraktikern durch Heilpraktiker
begutachten zu lassen. Und noch etwas spricht gegen die Universitäten:
Die sklavische Abhängigkeit des gesamten
Unterbaus vom Ordinarius macht letztlich jede unabhängige Begutachtung
unmöglich. Wer hier nicht kuscht, kommt nie voran ... "
Expositionsfolgen werden nur von einem
sehr kleinen - sensiblen - Teil der Gesellschaft wahrgenommen, begriffen
und beklagt, der Großteil der Bevölkerung beharrt oder verharrt
in Alzheimer's Alternative (in Deutschland z.Zt. 1,2 - 1,6 Millioenen Menschen
mit zunehmender Tendenz).
Mitarbeiter im öffentlichen Gesundheitswesen
erhalten Nachhilfeunterricht zu MCS mit einseitigen Informationen wie:
"in allen einschlägigen Untersuchungen lassen die MCS-Patienten deutlich
häufiger als die Probanden bzw. Patienten der jeweiligen Kontrollgruppen
psychosomatische und psychiatrische Störungen erkennen", so Dr. D.
Eis vom RKI-Bereich Umweltmedizin (FG 24/P33). Dies kann jeder nachlesen
bei
http://umweltbundesamt.de/ fortbildung/ukrank1.htm
vom 12.April 2000.
Geflissentlich und gebetsmühlenartig
werden einseitige Erklärungen abgegeben, Studien und Erfahrungen der
praktischen Umweltmedizin oder Erhebungen von Kassenärztlichen Vereinigungen
mit gegenteiligen Ergebnissen lässt man bewusst unter den Tisch fallen.
Die derzeit laufende MCS-Studie am RKI
ist nun psychosomatisch angelegt worden. Aus dem ursprünglichen Arbeitstitel
"Untersuchung zur Aufklärung der Ursachen des MCS-Syndroms bzw. IEI
unter besonderen Berücksichtigung des Beitrages von Umweltchemikalien"
ist in "Das Hauptanliegen der Studie besteht in einer genaueren Beschreibung
und vertieften Analyse der multiplen chemischen Sensitivität, wobei
vor allem Erkenntnisse zu den Ursachen/Bahnungen respektive zur Auflösung
von MCS gewonnen und die somatischen wie psychischen Aspekte der Erkrankung
genauer erforscht werden sollen" umgetauft worden, wie uns das RKI am 24.09.1999
mitteilte. Der ursprüngliche Auftrag des UBA wird hier einfach ignoriert.
Wenn sich Ärzte nicht darüber
einigen können, wie eine Krankheit zu diagnostizieren ist, bedeutet
das nicht, daß eine bestimmte Krankheit nicht existiert. Aus der
Geschichte der Medizin sind viele Fehlleistungen bekannt, z.B. sind ein
Jahrhundert lang Magen- und Duodenalulzera als Lehrbeispiel einer psychosomatischen
Pathogenese angesehen worden. Dabei ist in der Regel die Infektion mit
Helicobacter pylori die Ursache. Eine vergleichbare Irrtumsmöglichkeit
der orthodoxen Schulmedizin muß prinzipiell auch bei der Einschätzung
von Umwelterkrankungen angenommen werden.
Der Wissensstand in der Umweltmedizin
erweiterte sich in den letzten Jahren beträchtlich. Unterlassenes
Hinterfragen nach umweltmedizinischen Ursachen muss daher aus heutiger
Sicht als Verletzung der Sorgfaltspflicht gewertet werden.
Die Diffamierung von Umweltkranken mit
journalistisch motivierten Sprachschöpfungen - z.B. Ökochonder
- geht in diesem Land unaufhaltsam weiter ...
Der Gesetzgeber toleriert ...
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Chemisierung,
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Abgase, Dieselruß, Ozon
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Insektizide, Herbizide, Fungizide
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Azofarbstoffe, Weichmacher, Stabilisatoren
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Geschmacksverstärker und Emulgatoren
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Konservierungsstoffe, Antioxydationsmittel
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synthetische Duftstoffe, Zigarettenrauch
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Schwermetallbelastung, Nitrat
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Schädigung durch EMV
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Radioaktivität
nicht aber der Körper von Sensiblen,
Disponierten, Kindern, Alten und chronisch Kranken ...
Zwar sind viele dieser Belastungsfaktoren
nach dem Gesetz gesundheitlich unbedenklich, dem Körper ist das aber
gleichgültig!
Einige Stimmen:
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Bonn 26.08.98, Prof.Gunnar Heuser (USA): "Wir
glauben Dir, Du mußt aber bereit sein Tests zu erlauben um das objektivieren!"
und "Löcher im Gehirn sind nicht durch die Psyche bedingt, sondern
durch Chemikalien!"
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Frankfurt 14.03.99, Dr. med. Kuklinski (BRD):
"Probleme Umweltkranker sind nur zu 10-20% medizinisch lösbar, den
Rest muß die Gesellschaft klären ..."
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Frankfurt 13.03.99, Prof. Dr. Hans See (BRD):
"Wir dürfen uns in unserer Arbeit nicht einschüchtern lassen.
Nicht wir sind die Schädlinge, die die Wirtschaft stören ..."
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Frankfurt 13.03.99, Prof. Dr. Rainer Frentzel-Beyme
(BRD): "Die Überempfindlichen sind unbequem für die herrschende
Lehrmeinung ..."
Selbsthilfegruppe
Chemikalien- und Holzschutzmittelgeschädigte,
Maria
& Bruno Hennek, Rudolf-Clausius-Str.4, 97080 Würzburg
Tel.
0931-93627, Fax. 0931-960888
EMail:
Bruno.Hennek@T-Online.de
http://home.t-online.de/home/bruno.hennek
www.buergerwelle.de