Finnische Studie: Alzheimer durch
Mobilfunk?!
bild der
wissenschaft newsticker Gesundheit 24.06.2002 /
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=125102
Die von Mobiltelefonen ausgehende elektromagnetische Strahlung könnte für den Menschen schädlicher als bisher angenommen sein. Dies ist das Ergebnis einer Zellkulturstudie der finnischen Strahlungs- und Atomsicherheitsbehörde. Die elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen führt der Studie nach zu einer Ausdünnung der Wände von Blutgefäßzellen. Sollte dieser an Kulturen im Labor beobachtete Effekt auch in menschlichen Organismen vorkommen, so würde dies die Funktion der Blut-Gehirn-Schranke stören. Kopfschmerzen, Müdigkeit und eventuell sogar Alzheimer ähnliche Erkrankungen könnten die Folge sein.
Die
unter der Leitung von Darius Leszcynski durchgeführte Studie untersuchte die Einflüsse
der elektromagnetischen Strahlung auf Kulturen menschlicher Zellen und daher
sind die Ergebnisse nicht direkt auf einen lebenden Menschen übertragbar. Auf
diesen Umstand legte Leszcynski in seiner in dem englischen Nachrichtendienst
BBC abgedruckten Vorbericht der Studie besonderen Wert.
Die
Ergebnisse der Studie sind in der Tat alarmierend: Selbst die niedrigen Strahlungsdosen moderner,
strahlungsarmer Mobiltelefone führten zu einer Ausdünnung der Wände
menschlicher Blutgefäßzellen. Dadurch könnten für das menschliche Gehirn
schädliche Moleküle aus dem Blutkreislauf die Blut-Gehirn-Schranke überwinden
und im Gehirn Schaden anrichten. Hinzu kommt, dass eine an lebenden
Ratten durchgeführte Studie zu ähnlichen Ergebnissen kam. Die genauen Details seiner
Arbeit will Leszcynski auf einer Fachkonferenz in Quebec in den nächsten Wochen
vorstellen.
Die
Verringerung der von Mobiltelefonen ausgehenden elektromagnetischen Strahlung
ist seit langem ein aktives Forschungsfeld in der Telekommunikation. So kann
etwa die Abstrahlcharakteristik der Telefonantennen mittels photonischer
Kristalle beeinflusst werden, so dass ein Großteil der Strahlung von dem
menschlichen Körper weg ausgestrahlt wird.
Verbraucherschutzgruppen
in aller Welt haben daher in aller Regel Mobiltelefone als nicht akut
gefährlich für die menschliche Gesundheit eingestuft obwohl Studien bis jetzt
nur an nichtmenschlichen Zellen durchgeführt wurden. Die finnische Studie ist
damit die erste ihrer Art.
Weitere Meldungen zum Thema Mobiltelefon finden Sie im Archiv von wissenschaft.de. Nachricht von Stefan Maier übermittelt von MdL Volker Hartenstein
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