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05.03.2004 Traunstein: Riesenandrang beim Reizthema Mobilfunk "Von der Politik keine Unterstützung zu erwarten" - Erste Veranstaltung der "Initiative zum Schutz vor Mobilfunk" Traunstein. Gemessen am Besucherandrang war die erste Veranstaltung der "Traunsteiner Initiative zum Schutz vor Mobilfunk" ein voller Erfolg: Prominente Mobilfunk-Skeptiker aus Bayern und Österreich, dazu ein 300 Mann starkes Publikum, für das im "Sailer Keller" nicht einmal genügend Stehplätze vorhanden waren. "Wir freuen uns über so viel Interesse", so Ulrike Hader, die Sprecherin der vor drei Jahren gegründeten Initiative, die dem Dachverband Bürgerwelle e.V. angehört. Passend zum Motto der Veranstaltung "Heute die Kuh - morgen du" hatten die Traunsteiner Mobilfunkgegner den Landwirt Josef Altenweger aus Schnaitsee zu sich eingeladen. Dieser sorgt seit Jahren für Schlagzeilen, da er für die häufigen Missbildungen und Frühgeburten in seinem Stall die Strahlung von nahe gelegenen Funkmasten verantwortlich macht. In ganz Bayern für Aufsehen sorgte die Rinderstudie, die über zwei Jahre hinweg auf Altenwegers Hof und 37 anderen Höfen in Bayern und Hessen durchgeführt wurde, die allerdings keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Mobilfunk-Strahlung und den Erkrankungen bei den Kühen nachweisen konnte. "Schon als die Studie durchgeführt wurde, habe ich gemerkt, dass die Politik die ganze Sache vertuschen wollte. Es sollten möglichst keine Ergebnisse an die Öffentlichkeit gelangen", sagte Altenweger. Den Politikern der großen Parteien warf er Untätigkeit vor: "Bis heute ist nichts passiert. Wenn man ins Landratsamt geht, da bekommt man keine Hilfe." Daher auch Altenwegers Appell, der Protest müsse von der Bevölkerung ausgehen - von der Politik könne man keine Unterstützung erwarten. Früher standen in Altenwegers Stall dreißig Kühe. "Ich hatte einen sehr gut geführten Betrieb", berichtete der Bauer aus Schnaitsee und verwies auf Silber- und eine Bronzemedaillen, die ihm von der Molkerei für beste Milchqualität verliehen wurde. "Als die Mobilfunksender in Betrieb gingen, haben die Probleme mit den Tieren langsam angefangen." Heute hat der einstige Vollerwerbslandwirt noch neun Kühe. "Die Tiere sind unfruchtbar, haben keinen Zyklus mehr und haben 2003 nur zwei Kälber zur Welt gebracht." Eigentlich, so Josef Altenweger, wollte er dieser Tierquälerei schon lange ein Ende setzen und die Viehwirtschaft ganz aufgeben. "Aber dann könnte ich nicht mehr zeigen, wie schädlich die Strahlung ist." Über die Auswirkungen der Handy-Strahlen auf den Organismus von Mensch und Tier sind die Wissenschaftler freilich unterschiedlicher Ansicht. Ein herber Rückschlag für die Mobilfunkgegner ist das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofes, der Mitte Februar zu dem Ergebnis kam, Wissenschaft und Forschung hätten die Schädlichkeit von Mobilfunk-Strahlung bislang nicht nachweisen können. Mobilfunkantennen müssten daher nicht zum Schutz von Anwohnern entfernt werden, urteilten die Richter. Anders sieht das der Sprecher der Bürgerwelle e.V., Siegfried Zwerenz aus Tirschenreuth. "Meine Damen und Herren, ich möchte einen Streit in der Wissenschaft für Sie heute Abend beenden", verkündete Zwerenz und wedelte mit einem Stapel Papier in der Luft. "Das hier sind ein paar hundert Studien, die eine Schädlichkeit festgestellt haben." Diese wissenschaftlichen Studien würden aber von den Gesetzgebern und Netzbetreibern "unter den Tisch gekehrt"; stattdessen stütze man sich auf Forschungen, die fast ausschließlich von der Industrie finanziert würden, kritisierte Zwerenz. Der Baubiologe und Naturheilpraktiker aus der Oberpfalz sprach von "Wissenschaftsbetrug" und äußerte den Vorwurf, die Bürger würden zu Versuchskaninchen degradiert. Kommentar von Siegfried Zwerenz: Ich habe die Fakten der Verfälschung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes sachlich, aber sehr konsequent vorgetragen. Das Wort "Wissenschaftsbetrug" habe ich nicht gebraucht. Einen sachlicheren Ton wählte Dr. Gerd Oberfeld von der Landessanitätsdirektion Salzburg, der einige neuere Forschungsergebnisse vorstellte. "In den letzten zwei Jahren hat sich in der Forschung einiges getan. Wir haben wissenschaftliche Belege für das, was verschiedene Bürgerinitiativen seit Jahren kolportiert haben." Die Aussage einer Studie sei, dass nicht alle Menschen gleich auf die elektromagnetischen Felder von Handys und Sendemasten reagieren, berichtete der Mediziner aus Österreich. "Das Ergebnis ist: Es gibt elektrosensible Menschen, da nur Personen auf die Strahlung reagierten, die vor dem Experiment angegeben haben, sie hätten Probleme mit Mobilfunksendern." Aus Rücksicht aus diese "elektrosensiblen" Mitbürger forderten die Veranstalter am Anfang des Abends dazu auf, alle Handys im Saal abzuschalten. "Davon hängt es ab, ob einige von uns den Abend mit Kopfweh verbringen oder nicht", sagte Ulrike Hader. Am Rande der Veranstaltung übergab der Sprecher der Mobilfunkgegner aus Seeon, Jochen Ackermann, 450 Unterschriften gegen einen weiteren Mobilfunksender an Reinhold Schopf aus Pirach, der den Mobilfunkwiderstand im Landkreis Traunstein koordiniert. Der Mediziner Dr. Hans Christian Scheiner aus München warnte davor, Häuser und Grundstücke an die Netzbetreiber zu vermieten. Abgesehen von den möglichen gesundheitlichen Risiken würde dadurch auch der Wert von Immobilien sinken. "Die Klagen werden sich gegen diese Mitbürger richten, die ihre Dächer vermietet haben. Ganz egal ob schädlich oder nicht: Alleine das Vorhandensein eines Sendemasts mindert den Wert", äußerte Scheiner. Aber auch hier sprechen die Gerichte eine andere Sprache: Ein Mobilfunkmast auf dem Hausdach stellt keinen Mangel an Wohnungen im Haus dar, urteilte beispielsweise Mitte Januar das Landgericht Kempten. Zur möglichen Gesundheitsbelastung durch Mobilfunk sagte Scheiner, die Gefahren seien für Kinder, Säuglinge und ungeborenes Leben im Mutterleib besonders groß. "Die aller wehrlosesten sind die ersten Mobilfunkopfer." Die Handy-Hersteller und Netzbetreiber würden 60 Prozent ihres gesamten Marktanteils bei Kindern und Jugendlichen haben, so Scheiner. "Die Industrie ist skrupellos genug, um mit ihnen ihre Profite einzufahren." no http://www.chiemgau-online.de/lokalnachrichten/tt_text.php?id=5220
Rheinberg Heiße Diskussion zum Thema Mobilfunk Von LARS STROMBACH LINDLAR. „Niemand kann heute mit letzter Sicherheit sagen, dass Mobilfunk nicht doch schädlich ist“, sagte Referent Wolfgang Hillecke von der Stadt Attendorn und erntete heftigen Applaus von vielen der knapp zweihundert Lindlarer, die am Mittwochabend an der Info-Veranstaltung zum Thema „bauplanungsrechtliche Probleme in Verbindung mit dem Aufbau eines Mobilfunknetzes“ teilnahmen. Die Gemeinde Lindlar hatte zur Podiumsdiskussion sieben sachkundige Referenten eingeladen. Die baurechtlichen Seiten beleuchtete Dr. Hans-Ulrich Schwarzmann, Beigeordneter beim Städte und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen. Witzig begann Professor Dr. Eduard David von der Privatuniversität Witten-Herdecke:. Der Mediziner zeigte das Dia eines Mobilfunksendemastes: „Sie sehen, rund um den Sendemast haben alle Bäume ihr Laub verloren. Warum? Weil das Foto im Herbst aufgenommen wurde.“ Nach dieser amüsanten Einleitung informierte er über die Wirkung elektromagnetischer Strahlung im Körper. Sein Fazit: „Jeder Mobilfunknutzer muss für sich selbst abwägen, ob er die geringen Risiken in Kauf nehmen will.“ Die Langzeitexposition im Niedrigenergiebereich sei bisher nicht oder nur sehr unzureichend erforscht, teilte der Physiker Dr. Lebrecht von Klitzing mit. Viel stärker als die heute üblichen Mobiltelefone seien die zur häuslichen Grundausstattung gehörenden schnurlosen DECT-Haustelefone, die knapp unter der aus heutiger medizinischer Sicht noch unbedenklichen Grenze sendeten, so der Physiker. „Der Beweis der Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk sei durchaus zulässig, sagte der Physiker. „Schnurlose Telefone senden stärker“ Der Diplomingenieur Bernhard Riemer von der Außenstelle Münster der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post referierte über die Standort-Bescheinigungsverfahren zur Genehmigung eines Mobilfunkmastes. Wichtig sei hierbei: Auch die Strahlung umliegender Sendemasten werde dabei gemessen, so Riemer. Er wies darauf hin, dass sämtliche gemessenen Werte in der EMF-Datenbank auf der Homepage der Regulierungsbehörde eingesehen werden könnten. Philipp Wertz vom Institut für Hochfrequenztechnik der Uni Stuttgart nannte ein Fallbeispiel: Stelle man einen Sendemast auf das Dach eines Kindergartens, so sei die elektromagnetische Strahlenbelastung der Kinder darin erheblich geringer, als wenn man den Mast außerhalb aufstellen würde und der Kindergarten in der Strahlungsrichtung des Sendemastes stünde. Kommentar von Siegfried Zwerenz: Das Lügenmärchen der Abstrahl-Charakteristik und wie der Strahlungsverlauf in 1 m Höhe über dem Boden wirklich aussieht: http://www.buergerwelle.de/pdf/strahlung_unter_antenne.gif Die Strahlung soll angeblich immer drastisch mit der Entfernung abnehmen. Dies gilt aber nur für den in der Praxis völlig irrelevanten Fall des exakten Hauptsendestrahls im freien Raum. Gerade unter der Antenne ist die stärkste Strahlung! Unter den Antennen haben wir aufgrund der sogenannten Nebenzipfel und wegen der Nähe zur Antenne eine sehr hohe Abstrahlung. Fritz Schäfer, Leiter der E-Plus-Niederlassung in Ratingen: „Wir sind kein Wohltätigkeitsunternehmen, sondern wir wollen mit dem Mobilfunk Geld verdienen.“ Er kündigte an, grundsätzlich mit den Bürgern nicht über einzelne Standorte diskutieren zu wollen, weil es dann immer wieder um Einzelinteressen ginge. Eben dies war aber das Anliegen der meisten Lindlarer Bürger, die sich wie Ulrich und Christa Hippchen, Christian Siegfried oder Britta Klein zu Wort meldeten. Wolfgang Hillecke von der Stadt Attendorn berichtete über die aktuelle Lage vor Ort. Denn in Atttendorn wollen die Bürger lieber die UMTS-Sendemasten außerhalb der Wohnbebauung installiert sehen. Deswegen gebe es Differenzen mit den Mobilfunkbetreibern, die meinten, eine solche Funktechnik sei für das aufzubauende UMTS-Netz nicht geeignet und zu teuer. Besonders Rheinstraße-Anwohner waren interessiert, sahen sie offenbar die Attendorner Bemühungen als ein mögliches Vorbild für Lindlar. (KR)
LOKALTEIL ZWIESEL vom 05.03.2004 Resolution gegen Sendemast geplant Zwiesel. Am Dienstag, 9. März, treffen sich im Tennisstüberl Huber Zwieseler Stadträte, die an der Mobilfunk-Thematik interessiert sind, mit den Lindberger Gemeinderäten. Grund ist der Mobilfunksendemast, der zwischen Hausäcker und Sonnenhügel entstehen soll. Bei dieser Veranstaltung will man eine Resolution gegen diese Pläne erlassen, die dem Gemeinderat Lindberg und dem Stadtrat Zwiesel vorgelegt und ans Landratsamt weitergeleitet werden soll. Beginn ist um 20 Uhr. Nachrichten von der BI Bad Dürkheim --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Startschuss für neues ÖDP-Volksbegehren gegen Mobilfunk im Landkreis Kelheim Mainburg/Kelheim. (hb) Der Startschuss für das nächste von der ÖDP initiierte Volksbegehren mit dem Titel "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" startet im Landkreis Kelheim. Einer der Initiatoren ist Peter-Michael Schmalz, ÖDP-Kreisvorsitzender und Kreisrat aus Langquaid, der die Thematik im Rahmen einer Auftaktversammlung am Freitag, 19. März, um 15 Uhr im Hotel Aukofer in Kelheim vorstellen will. "Die Gesundheitsvorsorge muss Vorrang vor Gewinnmaximierung der Mobilfunkkonzerne haben. Deshalb kommen für uns Mobilfunksender in unmittelbarer Nähe zu sensiblen Bereichen wie Kindergärten, Schulen und Wohngebieten nicht in Frage", schreibt Schmalz auf einem Flyer, mit dem schon bald für Unterschriften geworden werden soll. Näheres zum Volksbegehren gibt's am Samstag in der HZ. Redaktion: Hallertauer Zeitung am 05. März 2004, 15:17:00 http://www.idowa.de/idowa/bereich_de/nachrichten/nachricht.html?ort_id=5&nachrichten_id=712227 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Krebs durch Radar? Ehemalige NVA-Soldaten kämpfen um Anerkennung als Strahlenopfer Etwa 1100 ehemalige Soldaten der Nationalen Volksarmee der DDR sind vermutlich bei ihrer Arbeit an Radargeräten durch Röntgenstrahlung dauerhaft geschädigt worden. Während jedoch die Erkrankungen von Radartechnikern der Bundeswehr als berufsbedingt anerkannt wurden, warten die Ex-NVA-Radarsoldaten darauf vergeblich. Das Bundesverteidigungsministerium lehnt jede Zuständigkeit ab. von Stefan Lehmacher, 03.03.2004 "Wir fordern Gleichbehandlung" "Wir fordern nach Artikel 3 Grundgesetz die Gleichbehandlung", beharrt jedoch Thomas Förster, Vorsitzender der "Interessenvertretung NVA-Radar" im Gespräch mit ZDFonline. Sein Verband vertritt rund 300 ehemalige Radarsoldaten der NVA, die an Spätschäden leiden und bislang erfolglos Entschädigungen verlangen. Gefahr durch Mikrowellen? Radargeräte benutzen Hochfrequenzstrahlung (HF-Strahlung) im Gigahertz-Bereich. Im gleichen Frequenzbereich arbeiten auch Mikrowellengeräte (2,4 GHz) oder Handys (1,8 GHz). Die Sendeleistung militärischer Radaranlagen liegt jedoch wesentlich höher. Je nach Typ des Gerätes können dabei Leistungen von mehreren Millionen Watt abgegeben werden. Zum Vergleich: Ein Mikrowellenherd kann etwa 1000 Watt abgeben, ein Handy sendet Mikrowellen mit einer Leistung von 0,1 Watt. Protest in Berlin Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion vor dem Kanzleramt haben in Berlin Radarsoldaten ihre Forderung nach einem Entschädigungsgesetz für Strahlenopfer bei der Bundeswehr und der früheren NVA unterstrichen. Gut hundert Angehörige und Radaropfer aus dem gesamten Bundesgebiet versammelten sich am 3. März 2004 vor einem aufgebahrten Sarg und erinnerten damit an einen früheren Radartechniker der Bundeswehr, der im Dezember vergangenen Jahres mit 51 Jahren gestorben war. Dem Bundesverteidigungsministerium liegen rund 3000 Anträge auf Entschädigung von ehemaligen Soldaten der Bundeswehr und der früheren NVA vor. Vor einem eingeschalteten Radargerät zu stehen, wäre auf jeden Fall tödlich. "Sollten Sie durch Zufall direkt vor der Antenne stehen, dann sind Sie nach wenigen Sekunden gegrillt", erklärt Professor Eduard David vom Zentrum für Elektropathologie der Universität Witten-Herdecke. Umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen sollen jedoch verhindern, dass sich Menschen direkt vor der Antenne aufhalten. Dauerschäden durch Streustrahlung für das Personal der Anlagen seien bislang nicht nachweisbar. Röntgenstrahlung als Nebenprodukt Eine ganz andere Gefahr stellt jedoch die bei der Erzeugung von Mikrowellen auftretende Röntgenstrahlung dar. Bei Strömen von bis zu 100.000 Volt entstehen dort ähnliche Strahlungsleistungen wie in medizinischen Röntgengeräten. Bekannt ist inzwischen, dass sowohl bei der Bundeswehr als auch bei der NVA die Abschirmung der Geräte bis in die 1970er Jahre teilweise mangelhaft war oder durch Bedienungsfehler unterlaufen wurde. Hinzu kommt, dass eine systematische Überwachung der Strahlungsbelastung für die Radarmechaniker fehlte. Bis heute gibt es keine einzige Statistik, die die Strahlungsbelastung von Radarpersonal erfasst und in Zusammenhang mit gesundheitlichen Spätfolgen bringt. Allerdings sind von 110 NVA-Soldaten, die vom Bundesverteidigungsministerium die Anerkennung ihrer Erkrankungen als berufsbedingt fordern, inzwischen 26 an Krebserkrankungen gestorben. Ungleichbehandlung der NVA-Soldaten Was die ehemaligen NVA-Radarsoldaten vor allem aufbringt, ist die offensichtliche Ungleichbehandlung. Bei ehemaligen Radartechnikern der Bundeswehr wurden inzwischen in weit über 200 Fällen Krebserkrankungen als berufsbedingt anerkannt. Darunter sind auch zahlreiche Fälle von Hodenkrebs, die offenbar den Großteil der Krebserkrankungen durch ionisierende Strahlung bei Radartechnikern ausmachen. Ex-NVA-Radartechniker mit der gleichen Erkrankung erhalten laut Thomas Förster von der Interessenvertretung NVA-Radar jedoch derzeit serienweise Ablehnungsbescheide vom Bundesverteidigungsministerium. Die Begründung dafür ist simpel: Das Ministerium sieht sich für Fälle, die noch in die Zeit der DDR fielen, nicht zuständig und lehnt eine Haftung dafür ab, auch wenn die Bundeswehr als Rechtsnachfolger der NVA gilt. Kampf gegen die Uhr Die ehemaligen NVA-Radartechniker wollen jedoch nicht aufgeben. In zwei Musterprozessen vor dem Landgericht in Frankfurt an der Oder wollen sie die Zuständigkeit des Bundesverteidigungsministeriums feststellen lassen. "Nach Artikel 21 Einigungsvertrag wurde die NVA als ein Organ der beigetretenen DDR übernommen. In dieser Eigenschaft entsteht der Staatshaftungsanspruch", erklärt Förster. Bei ihrem Kampf arbeitet jedoch die Zeit gegen die NVA-Soldaten. Zum einen sterben immer mehr von ihnen an Krebserkrankungen und zum anderen läuft die Verjährungsfrist für eine Klage. Wer nicht bis zum 31.12. dieses Jahres eine Klage eingereicht hat, droht seine Ansprüche zu verlieren. http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,2109288,00.html und Radaropfer: Bundeswehr hat Soldaten vorsätzlich gefährdet Bonn (dpa) Im Musterprozess um Strahlenschäden durch Radargeräte bei Bundeswehrsoldaten haben die Kläger schwere Vorwürfe gegen das Bundesverteidigungsministerium erhoben. Allgemeine Schutzvorschriften seien früher "systematisch" missachtet worden und die Bundeswehr habe "vorsätzlich" den Tod oder Körperverletzungen seiner Soldaten in Kauf genommen, erklärte die Klägerseite am Freitag vor dem Bonner Landgericht. Die Vertreterin des Verteidigungsministeriums wies die Vorwürfe zurück. Die Kläger wollen vom Verteidigungsministerium entschädigt werden. Das Gericht kam in dem Zivilstreit am ersten Verhandlungstag noch zu keiner Entscheidung und setzte für den 30. April den nächsten Termin an. Dann will es verkünden, ob es direkt ein Urteil fällt oder in die Beweisaufnahme eintritt. Es ist der erste derartige Prozess gegen die Bundeswehr. Unabhängig von dem Bonner Verfahren ist die Bundesregierung bereit, nach den grundsätzlichen Empfehlungen der Radarkommission Betroffenen im nachgewiesenen Einzelfall Versorgungsleistungen zu gewähren. Die ehemaligen Bundeswehrangehörigen hatten in den 60er und 70er Jahren an den Radargeräten gearbeitet und waren später an verschiedenen Arten von Krebs erkrankt. Von den fünf Klägern waren vier, darunter eine Soldatenwitwe, vor Gericht erschienen. Sie fordern Schmerzensgeld in Höhe von jeweils mindestens 60 000 Euro. Die Kläger erläuterten, dass die Soldaten an den Radargeräten ohne Bleischürzen oder Messinstrumente gearbeitet hätten und direkt den Strahlungen ausgesetzt gewesen seien. Dagegen sagte die Vertreterin des Bundes, von einer systematischen Verletzung von Schutzvorschriften könne kein Rede sein. Freitag, 05. März 2004 (17:53) http://www.moz.de/showArticle.php?OPENNAV=home&SUBNAV=&ID=20538 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Mobilfunksymposium der Stadt Dreieich Sehr geehrter Herr Tittmann, wir wissen nun Genaues zum Mobilfunksymposium der Stadt Dreieich und bitten Sie um Weiterleitung der folgenden Nachricht. In Dreieich-Dreieichenhain findet am 9. März 2004 um 19:30 Uhr im Burghofsaal in 63303 Dreieich-Dreieichenhain, Am Weiher 6 im Rahmen einer öffentlichen Sondersitzung des Bauausschusses der Stadt Dreieich ein Mobilfunksymposium statt. Auf dem Podium: Dr. H.-Peter Neitzke, ECOLOG-Institut Prof. Dr. R. Frentzel-Beyme, Bremer Institut für Präventionsforschung uns Sozialmedizin Dr. B. Schlehofer, Arbeitsgruppe Umweltepidemologie, DFZ Heidelberg Dr. Gutschling, Vodafone (angefragt) Dr. med. W. Haas Herr Opitz von der Regulierungsbehörde Ablauf: Jeder Podiumsteilnehmer hat 5 Minuten für ein Statement. Anschließend sollen die Positionen hinterfragt und diskutiert werden. Die Eindrücke der Diskussion sollen entsprechende politische Entscheidungen auf der lokalen Ebene vorbereiten. Die Bürgerinitiative für umweltverträglichen Mobilfunk Dreieich / Langen bittet herzlichst um Unterstützung. Nur mit sehr viel Publikum können wir zeigen, dass wir den beiden großen Parteien (CDU und SPD) sehr genau auf die Finger schauen und dass ein stilles "Weitermachen wie bisher" nicht toleriert wird. Herzliche Grüße aus Dreieich und Langen Karin Ernst Fritz Braun Tel. 06103/63910 Tel. 06103/22295 Fax 06103/501830 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Partei Aufbruch Liebe Freunde, wie Ihr wisst, versucht Dr. Scheiner derzeit Einzug ins Europaparlament zu halten. Dies ist eine unserer wenigen Chancen um tatsächlich eine Veränderung innerhalb der Gesundheitspolitik oder betreffend des Mobilfunkdesasters zu bewirken. Es ist uns doch allen inzwischen klar - gerade in der Politik fehlt es an Menschen die noch menschlich handeln, ihr Fähnchen nicht nach der Wirtschaft richten, sondern sich den Bedürfnissen des Volkes annehmen - also einen von uns! Es kostet Euch nur eine Unterschrift und vielleicht die Briefmarke für die Rückantwort, aber es entsteht keinesfalls die Verpflichtung, die Partei Aufbruch auch zu wählen. Ist da noch jemand unter Euch dem ich das entsprechende Formblatt zuschicken dürfte? Für jede Person müsste ein eigenes Formular unterzeichnet werden - bitte denkt bei der Bestellung daran. Herzliche Grüße und schönes Wochenende! Euere Manu K. Omega: das Formular können Sie auch hier Online anfordern: http://www.aufbruch-partei.de/europa/wahl.htm --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- „Wir müssen’s selber tun....Bürgerrechte und Bürgerpflichten im demokratischen Staat“ So lautet der Titel des öffentlichen Festvortrags, den der bekannte Münchner Schriftsteller Carl Amery am Samstag, den 13. März um 20 Uhr im Schongauer Ballenhaus halten wird. http://www.buergerwelle.de/pdf/plakat_amery.pdf --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Tierschutz: 30. Anti-Jagd-Demonstration in Berlin "Wildtiere" wie Hasen, Wildschweine und Füchse laufen über den Kudamm und mahnen: "Alle 6 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier durch Jägerhand". Angeführt von dumpfen Trommeltönen tragen schwarz gekleidete Sargträger symbolisch fünf Millionen Tiere zu Grabe, die jährlich den Hobby-Jägern zum Opfer fallen. Grünberockte Waidmänner zerbrechen ihre Gewehre und verkünden auf Plakaten: "Ich töte nie mehr!" Es ist wieder der 1. Samstag im Monat, Anti-Jagd-Demo in Berlin. Die ganze Nachricht im Internet: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=7916 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Testfeld für neue nichttödliche Abstandswaffen Im Irak will das US-Militär nun auch akustische und elektromagnetische Waffen zum eigenen Schutz und zur Auflösung von Menschenmengen einsetzen: http://www.telepolis.de/tp/deutsch/special/irak/16883/1.html
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